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eNews Maerz 2010

Posted by Administrator (admin) on Apr 02 2010 at 19:36:23
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... Bis die über 100 Seen unter dem weichen Weiss zum Vorschein kommen und die Lachsfischer die jetzt noch sehr aktiven Eisfischer ablösen, werden noch etwa 2 Monate vergehen. In der Zwischenzeit werden wir hier auf der Nordkyn Halbinsel aber grossen Besuch bekommen. Schon bald werden sich nämlich die ca 8000 Rentiere, die jedes Jahr wenn die Temperaturen im finnisch- norwegischen Grenzgebiet steigen, für den Sommer in die kühlere Küstenregion verschieben. Dadurch müssen sie die schmale Landbrücke in Hopseidet durchqueren und je nach dem durch das kühle Wasser der Barentssee schwimmen. Wir hoffen auf gutes Wetter und das richtige Timing, um diesen Moment auf Film und Fotos festhalten zu können!


Den März können wir vollständig der Organisation und der Einlebungszeit zuschreiben. Es gab viel zu Tun für uns beide um den Start von Expedition Earth Outdoor & Adventure zuerst mal auf der privaten Seite korrekt zu starten. Neben dem Arbeiten füllten wir die Formulare für die Fremdenpolizei aus, um uns anzumelden und um eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung zu erhalten. Wir sahen uns für ein geeignetes Objekt für unser Arctic Base um, „testeten“ die Barentssee für unsere Sommer- Kajaktouren, lernten den richtigen Umgang mit dem Snowmobil, wurden als Guides für die Snowmobiltouren angelernt, besuchten den Norwegischkurs an der Schule in Mehamn, lernten die Leute im Dorf und in der Umgebung kennen und vieles mehr.

Wir sind zufrieden über den Erfolg des ersten Monats und sind stolz auf unsere Aufenthalts,- und Arbeitsbewilligungen, die wir knapp vor Ostern erhalten haben. Bis jetzt läuft alles soweit nach Plan. Nach Ostern werden wir dann den Rest der bürokratischen Angelegenheiten erledigen und dann kann es richtig los gehen. Unsere neue Webseite ist so gut wie erstellt und das Projekt Arctic Base steht in der "Pipeline".


Trotz der Freude über das Erreichte und der Vorfreude auf die vielen spannenden Projekte und neuen Herausforderungen, ist der drastische Wechsel in unserem Leben nicht immer einfach. Zwei Jahre lang waren wir „Nomaden“, wechselten täglich den Ort, überquerten 9 Grenzen, versteckten uns bei Nacht im Wald, wurden von Reportern verfolgt und lebten tagein und tagaus mit einer Mischung zwischen vollem Vertrauen und  nötiger Vorsicht fremden Menschen gegenüber. Die Natur war unser Garten und unser zu Hause. Dunkle Wälder unser nächtlicher Schutz. Wilde Tiere unsere Gleichgesinnten und fremde Menschen unsere Retter in Not, neue Freunde oder bedrohliche Feinde. Jetzt leben wir halbwegs „normal“ (in unserem Wohnmobil) an einem festen Standplatz, gehen in die Geschäfte im Dorf wenn wir etwas brauchen, grüssen die Leute bei ihrem Namen und können ohne uns zu sorgen die Türen unverschlossen lassen. Wir arbeiten für unser Geld und brauchen nicht zu überlegen wie wir morgen satt werden. Keiner fragt uns mehr was wir tun... wir tun auch ganz „normale“ Dinge. Für uns ist all dies „Normale“ ein Wechsel aus einem komplett anderem Leben.

Die Expedition scheint manchmal so weit entfernt. Manchmal aber kommen die Gefühle wieder hoch und dann merken wir, wie anders alles ist. Auch Traurigkeit und Wut steigt manchmal hoch, dass wir so kurz vor dem Ende haben abbrechen müssen. Dann nach Momenten der Ruhe und nachdem wir miteinander über unsere Gefühle gesprochen haben, kommt dann meistens der Schwall der guten Gefühle über das Erreichte. Neben den gemischten Gefühlen vermissen wir manchmal ganz stark die absolute Freiheit uns täglich fortzubewegen und irgendwo in der Natur, nach einem körperlich geforderten Tag, zu Ruhe zu kommen. Manchmal aber, und besonders bei kaltem oder stürmischen Wetter, erinnern wir uns an die zwei durchlebten Winter im Zelt. An die Zeit als alles nass war und wir bis auf die Knochen froren. Dann, in denen Momenten sind wir stolz, das erlebt zu haben, aber um so mehr froh, in einem warmen Wohnmobil zu Bett zu gehen.

Ha det bra!

Die Einwanderer :-)

 

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